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Die Kunst der Stille

Schweiz, Deutschland 2021 / Dokumentarfilm / 82 Minuten / Regie: Maurizius Staerkle Drux / ab 12 Jahren freigegeben

Regiekommentar

Maurizius Staerkle Drux über seinen Dokumentarfilm „Die Kunst der Stille”

Ich bin mit einem gehörlosen Vater aufgewachsen. Von klein auf wurde meine visuelle Aufmerksamkeit geschult, denn mein Leben glich manchmal einer Stummfilmkulisse. Ich selbst bin nicht taub, ich höre und begann früh zu musizieren. Auch als Erwachsener beschäftige ich mich noch immer damit, herauszufinden, mit welchen Bildern ich meine Wünsche, meine Ängste und meine Fragen formulieren könnte, sodass sie ein Gehörloser verstünde. Vielleicht genau aus diesen Gründen habe ich mich für das Filmemachen, eine Synthese aus Bild und Ton, entschieden.

Mit „Die Kunst der Stille” reflektiere ich einen Teil meiner eigenen Lebensgeschichte. Dabei gehe ich darüber hinaus, was sich hinter der weissen Maske von Bip, alias Marceau verbirgt. Es geht mir darum, sein Schaffen aus der heutigen Perspektive heraus wiederzugeben. Wie steht es um sein künstlerisches Erbe und wie gehen seine Nachfahren mit ihm um? Während der Entstehung dieses Films habe ich immer wieder Zeit mit der Familie Marceau, aber auch Freunden und Weggefährten verbracht, die Marceaus Kunstform auf ihre eigene Art weiterentwickelt haben. Dabei wurde mir eine Gemeinsamkeit bewusst: sie alle schöpfen ihre Kunst aus der Stille. Und aus der Kraft, ihr Leben damit zu verändern.